Costa Brava - eine Runde auf dem Stadium Course des PGA Catalunya Resorts

Die private „Golf & More“ Reisegruppe, organisiert von Hans-Dieter Pöhls, hatte sich vom 11. bis 16. Juni 2015 die spanische Provinz Katalonien als Ziel ihrer diesjährigen Golfreise vorgenommen. Teilnehmer der „Vierzehnten“ waren Dieter Haas, Friedrich-Wilhelm Höche, Peter Lührs, Michael Pinkpank, Hans-Dieter Pöhls, Wilfried Verwoldt.

Flug: ganz easy mit RyanAir von Bremen direkt nach Gerona (ca. 80 km südlich Barcelona). Dann ca. eine Stunde Fahrt mit Mietwagen (Vito Tourer) auf der E 15 nach Figueres zum Torre Minora Golf & Spa Resort. Gepflegtes Hotel in reizvoller Lage mit traumhaftem Blick auf grüne Vorpyrenäen Landschaft und schneebedecktem Hochgebirge.

Gespielt haben wir auf den Plätzen: GC TorreMinora, Club Golf d` Aro-Mas Nou, Empordà Golf Club und PGA Catalunya. Greenfee: Costa-Brava-Golf Pass, 3 Runden für 186 €uro, plus 15 €uro Zuschlag für PGA Catalunya  Resort Stadium Course.

Die Golfanlagen TorreMinora (reizvoller Parklandplatz), d` Aro-Mas Nou (interessanter Bergplatz) sowie Empordà (super Platz im Pinienwald) besitzen ihre unwiderstehlichen Reize und man könnte geneigt sein, allein darüber eine Liebeserklärung zu schreiben. Der Schreiber möchte jedoch an dieser Stelle über das Highlight berichten, dem PGA Catalunya Resort.

Nun hatten wir bereits einiges über diesen legendären und prämierten Golfplatz und dessen Top Ranking gehört. Seit seiner Eröffnung im Jahre 1999 zählt der Stadium Course zu den vordersten Golfplätzen weltweit und ist im vergangenen Jahr zum besten Platz Spaniens gekürt worden. In Kontinentaleuropa liegt er auf Platz 3 (Golf World) und weltweit auf Rang 88. Hinzu kommt, dass Spanien sich mit PGA Catalunya Resort als Austragungsort für den Ryder Cup 2022 neben Deutschland, Österreich und Italien beworben hat.

So baute sich bei uns bereits im Vorfeld eine beträchtliche Spannung und große Erwartungshaltung auf. Wir sechs sollten auf einem Top-Golfplatz von Weltklasseniveau spielen!

„Lots of birdies“. Der Platzmarshall mit seinem englischen Humor, wünschte uns süffisant zu Beginn gutes Spiel. Nach Birdies war uns nun überhaupt nicht zu Mute. Vielmehr hatten wir mächtig zu tun, um gegen den Platz anzukommen, denn dieser gestaltete sich als äußerst schwer zu spielen und zeigte sich durchweg als ein einziges Powerpaket an Herausforderungen.

Ein wundervoller Platz. Vom ersten Abschlag an ist man auf einem Kurs unterwegs der es in sich hat. Der Platz liegt harmonisch eingebettet in einem großen Waldgebiet. Die Fairways sind malerisch von hohen Pinienbäumen umrahmt. Das Gelände ist sehr hügelig. Ein E-Cart ist bei 6226 Meter (von Gelb), Par 72, ratsam. Bis auf Bahnen 17 und 18 säumen bislang keine störende Häuser den Platz. Die Bahnen schlängeln sich durch den Wald. Keine Bahn ähnelt der anderen. Die Abschläge sind furchteinflößend, liegen sie doch häufig auf einem höheren Plateau und erlauben eine gute Weitsicht, teilweise auf die fernen Pyrenäen. Der Schlag von oben geht über Roughzonen und bleibt oft im hohen Gras stecken. An nicht weniger als sieben Bahnen kommt Wasser ins Spiel. Weite Teichlandschaften mit ausgeprägten Schilfzonen mit Rohrkolben fügen sich nahtlos in die Landschaft ein. Bestens gepflegte Bunker in strategischer Lage verteidigen die Greens. Einige ähneln Topfbunkern. Aus ihnen herauszuschlagen ist nicht leicht, insbesondere da der Sand vom gestrigen nächtlichen Gewitter noch feucht und schwer war. Die meist weit ausladenden Greens sind stark onduliert, äußerst schnell und dabei spurtreu.

Das 13. Loch, Par 4,  von Gelb 350 Meter, ist das Signature Hole. Die Teebox liegt hoch oben auf dem Hügel. Der Abschlag muss gut sitzen, denn es sind gut 206 Meter an Hard- und Semi Rough zu überwinden. Der zweite Fairway Schlag muss bei 285 Meter kurz vor dem Wasser zum liegen kommen. Der dritte Annäherungsschlag  muss hoch angesetzt werden, damit der Ball auf dem Green ruhig zu liegen kommt. Ich fand, das Green war schwer anzuspielen. Mein Ball landete zwar auf dem Green, lief aber aufgrund der Neigung darüber hinweg und landete im Wasser.

PGA Catalunya Stadium Course, ein Platz der volle Konzentration verlangt. Es hat uns allen viel Spaß gemacht, ihn zu spielen. Ob wir die Herausforderungen gemeistert haben? Wohl kaum. Mein Tipp: die Landschaft geniessen, staunen und noch in Jahren von der Runde erzählen – aber bitte die Scorekarte vernichten. Der so mit Lob überhäufte Platz zeigt sich eigentlich nur in Einem von seiner negativen Seite und zwar in der ungebremsten Bautätigkeit rund um die Anlage. Die Immobiliengesellschaft PGA Catalunya Resort baut dort sündhaft teure Appartment Häuser und Millionärsvillen vom Feinsten. Der Eigentümer, der irische Telecom-Millionär Denis O´Brien hat bereits 90 Hektar Land aufgekauft und ein in die Jahre gekommenes Golfhotel hinzugekauft, um dieses in ein 5-Sterne-Hotel umzubauen. Man sollte sich also beeilen, Catalunya bald zu spielen, um die die schöne Natur zu genießen.

Hans-Dieter Pöhls, 15.08.15